Solawi KW5: Ackern heißt, ein wenig Himmel mit der Erde vermählen …

Liebe SoLawistinnen und SoLawisten,

 

unsere letzte Mail hat wohl einige Teilnehmer beunruhigt, dabei beschreibt sie nur unseren ganz normalen SoLawi- Wahnsinn. Keine Saison fällt mal eben so vom Himmel und wir haben uns nicht die bequemste Aufgabe ausgesucht. Auch wenn das SoLawi- Konzept Landwirtschaft schon in gewisser Weise erleichtert , bleibt die Landwirtschaft ein krasses Opfer unserer ungebremsten gesellschaftlichen materialistischen Entwicklung mit entsprechendem Werte- und Kulturverfall, was heißt, Menschen gehen in den meisten Fällen in die ökologische Landwirtschaft, wenn sie ein starkes idealistisches oder auch geistiges Anliegen haben zum Erhalt der Schöpfung, nicht für Geld, Bequemlichkeit oder Romantik und manche gehen in diesem Anliegen unter. Landwirte sind die Berufsgruppe mit den meisten Depressionen zum Beispiel... Und nicht wenige unserer Berufskollegen, besonders die, die studiert haben verschwinden schnell aus der Praxis, nicht zuletzt in die Verwaltung oder Beratung, denn da ist es auch gemütlicher und die Bauern können sich kaum retten vor Bürokratie. Nur Gesundheit bleibt die Grundlage unseres Wirkens und damit gutes Essen!!! Und gutes Essen wächst nur auf gesunden Böden in einer intakten Natur!!!

 

(Kleine politische Nachhilfe: Die derzeitigen Lebensmittelpreise im Supermarkt sind nicht kostendeckend, sondern werden subventioniert. Allerdings profitieren nur die ganz großen Betriebe wirklich von Subventionen und können da mithalten. Und Umweltschäden durch konventionelle Landwirtschaft werden nicht mit eingepreist.)

 

Insofern ist SoLawi ein ehrliches Konzept, nur ist uns bei der Lohndiskussion des letzten Jahres noch mal sehr bewußt geworden, daß wir (Günter und Dörte) sehr viel in den Aufbau der SoLawi investiert haben und das mit einem für deutsche Verhältnisse extrem bescheidenen Lebensstil aus den Rippen geleiert haben. (Ans Altwerden denken wir mal lieber nicht.) Selber schuld oder Karma und sicher würden wir es wieder machen.

 

Wer sich jetzt noch fragt, warum der Wirsing dieses Jahr klein ist und die Möhren klein und etwas hutzelig, der hat vielleicht vergessen, daß wir im Frühjahr so wenige Menschen waren, daß wir den Kohl nicht geschafft haben mit Netzen vor Raupen zu schützen und auch der Möhrenanbau schwierig war, übrigens auch bei anderen, wahrscheinlich wegen den vielen Schnecken und wechselnden Wasserverhältnissen. Wir wissen es nicht. Wir haben 3mal ausgesät und sie sind 2 mal schlecht aufgelaufen...

 

Die Gründe warum Menschen aus der SoLawi gehen sind vielfältig: Kochen macht Arbeit, Supermarkt ist günstiger, andere sollen sich um die regionale Landwirtschaft kümmern, nicht bestellen zu können, ist unbequem... usw.

 

Eine Hommage an den Kohl und etwas zum Schmunzeln über den Grünkohl,  das Gemüse das uns hierzulande im Winter gesund erhält ohne großen Transportaufwand!!

 

https://www.loislhof.at/post/eine-hommage-an-den-kohl

 

Diese Seite spricht mir sehr aus dem Herzen, denn dem einen oder anderen kommt Kohl nicht so geschmeidig entgegen. Hier hat sich eine Kohlbegeisterte verewigt. Einfach super!

 

Und am Ende des Textes findet Ihr gaaaanz viele Kohlrezeptideen!

 

    Der Gärtner Pohl und Schlachter Kinkel                                     

 

    Die strebten sehr nach Kohl und Pinkel,                     

 

    Denn welcher Bürger schätzt es nicht,                          

 

    Dies winterliche Leibgericht! 

 

    Den Kohl hat Pohl, doch keinen Pinkel, 

 

    Denn diesen fabriziert ja Kinkel 

 

   Und deshalb sprach zu Kinkel Pohl: 

 

   Du stiftest Pinkel, - ich geb Kohl! 

 

   So war es denn nur wohl geraten, 

 

    Daß beide sich zusammentaten. 

 

    Als dann Frau Kinkel Pinkel kochte, 

 

   So wie es Pohl wie Kinkel mochte, 

 

   Mit Röstkartoffel, rundlich klein, 

 

   Wie es für Pinkelkohl muß sein, 

 

   Mit etwas Zucker, bräunlich-gold, 

 

   Schön in der Pfanne abgerollt: 

 

   Da ward das Werk begeisterlich! 

 

   Frau Kinkel kochte meisterlich! 

 

   Und ihre Kochkunst priesen lange 

 

   Noch Pohl und Kinkel im Gesange. 

 

   Vom Schmause blieb kein Restchen mehr, 

 

   Auch eine Buddel "Korn" war leer. 

 

   Und hier lag Pohl, und dort ruht' Kinkel, 

 

   Gefüllt mit süßem Kohl und Pinkel, 

 

   und beide schnarchten um die Wette 

   Noch eh' man brachte sie zu Bette.

Kürbisse auf Bestellung: wir haben einen sehr schmackhaften neuen Kürbis Green-jugin https://culinaris-saatgut.de/sortiment/gemuese/kurbis-zucchini/kuerbis-green-jugin/  den müssen wir jetzt ausschneiden und verbrauchen. Da wir nicht wissen wie viel Bedarf besteht, und nicht wollen, daß er in den Verteilstellen liegenbleibt,  machen wir das in den nächsten Wochen zur Bestellung. Also sagt Bescheid wenn Ihr mehr Kürbis zum direkt Verbrauchen haben wollt. Bitte ungefähre Kilozahl angeben!

 

Zum Anteil: An dieser Stelle sei mal erwähnt, daß die meisten SoLawis um diese Zeit nur 14 tägig liefern können! Wir nicht!- Der Grünkohl ist dieses Jahr sehr schön. Die Raupen sind nicht auf ihn abgefahren. Bitte habt Verständnis, daß wir erstmal Chinakohl rausgeben. Er lagert nicht so lange. Wir haben aber auch noch ausreichend Filderkraut und Weißkohl und der landet früher oder später auch bei Euch...

 

Euer Anteil diese Woche voraussichtlich:

 

- Kartoffeln 1,5kg/800g Laura, vorwiegend festk.

 

- Möhren  800g/500g

 

- Äpfel 1kg/600g

 

- Zwiebeln 800g/500g

 

- Pastinaken 800g/500g

 

- Grünkohl 800g/500g

 

- Feldsalat 250g/150g

 

- Chinakohl

 

- freie Entnahme: weißer Rettich

 

Zu Bestellen: Kürbis  for free ,  Apfelsaft 5 oder 10 l Bag  zu 9 oder 16 €   Kartoffeln festkochend 12,5 kg zu 21,50 €

 

 

Herzliche Grüße

Johanna, Gabriel (auf Seminar am Dottenfelderhof), Evelyn, Christiane ( Waldorflehrerin, für 4 Wochen als WWOOFerin  dabei), Cedric (ist unser neuer Praktikant) Günter und Dörte

 

Kontakt

Solawi Oberellenbach

Günter und Dörte Hufmann

Oberer Erlenbach 23

36211 Alheim-Oberellenbach

 

Fon +49 5664/938797

Mobil +49 173 587 3338

Fax +49 5664 28295359

info (at) solawi-oberellenbach.de

 

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Anleitung zum Gemüsepacken
(Zettel aus der Verteilstelle)
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